Ein Kunde möchte bevor er eine Dienstleistung erwirbt möglichst vollständige Informationen über den Zustand der Dienstleistung erhalten. Hierzu informiert er sich über den Nutzen einer Dienstleistung, die sich aus dem Nutzen des Dienstleistungsergebnisses, des Dienstleistungsprozesses und der Nachnutzenphase ergibt. Den Nutzen dieser Dienstleistung wägt er gegen die Kosten der Dienstleistung, die sich nicht nur aus dem zu zahlenden Preis sondern auch noch aus weiteren dem Nachfrager entstehenden Kosten im Zusammenhang mit der Dienstleistung ergeben ab. Diese Kosten ergeben sich wiederum aus dem Dienstleistungsergebnis (zu zahlender Preis), dem Dienstleistungsprozess (Verhalten der Mitarbeiter, Schwierigkeiten bei dem Verständnis des Produktes, Unsicherheit über die Qualität des Produktes etc.) und der Nutzenphase (Geschmack und auch Verträglichkeit des Speisen). Hieraus entsteht ein Wert für den Nachfrager, der durch die Gegenüberstellung von Nutzen und Kosten entsteht, und dann zur Kaufentscheidung führt, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt. Dieser Wert wird auch als Service Value bezeichnet, welcher vom Nachfrager bewusst oder unbewusst erfasst werden kann. Der Service Value ist eine für jeden einzelnen Nachfrager subjektive Größe, die auf seinen Präferenzen, Kaufmotiven und Bedürfnissen basiert . Die Messung des subjektiven Service Value lässt sich mit der Austauschtheorie nach Thibaut und Kelly beschreiben, die eine soziale Austauschtheorie ist und analog zur Informationsökonomie zur Erklärung für das Zustandekommen von Geschäftsbeziehungen verwendet werden kann. Hierbei vergleicht der Kunde sein Anspruchsniveau (Comparison Level), was sich aus seinen Erfahrungen und den Informationen anderer zusammensetzt und mögliche Alternativen (Comparison Level for Alternatives), was Angebote von Wettbewerbern und die Möglichkeit des Selbermachens umfasst mit dem Angebot des Dienstleisters. Diese Vergleiche erfolgen kontinuierlich vom ersten Kundenkontakt ab, und führen dazu, dass ein Kunde alle positiven Erlebnisse auf dem Nutzenkonto und alle negativen Erlebnisse auf dem Kostenkonto verbucht. Der Kunde setzt sein Anspruchsniveau als Referenzwert an, sobald dieser unterschritten ist, wird er den Kontakt abbrechen, liegt der des Comparison Level for Alternatives höher als der von ihm ermittelte Nutzen der angebotenen Dienstleistung, so wird der Kunde die Wettbewerber aufsuchen
Haushalte als Arbeitsanbieter
Das Arbeitsangebot untersucht die Möglichkeit, dass Haushalte als Arbeitsanbieter auf dem Markt auftreten. Welche Folgen das hat, wird auch Bestandteil der Theorie der Marktwirtschaft, was man an der Fernuni Hagen studieren kann.
Die Kurseinheit Theorie der Haushalte hat Sie bereits mit den Fragen der Budgetrestriktion und der optimalen Aufteilung des Budgets konfrontiert. Eine andere Fragestellung ist die Aufteilung des sogenannten Zeitbudgets in Freizeit und Arbeit.
Im alltäglichen Leben wird davon ausgegangen, dass eine Erhöhung des Arbeitslohns positiv mit dem Anstieg der Arbeitszeit korreliert. Diese Annahme ist prinzipiell korrekt, jedoch mit Einschränkungen. Würden Sie wenn der Lohn weiter ansteigt auch eine weitere Erhöhung der Arbeitszeit akzeptieren? Wohl eher nicht, denn die Zeit ist für den Menschen ein kostbares Gut und unterliegt einer strengen Restriktion.
Neben dem optimalen Güterbündel zum Konsum spielt das optimale Zeitbudget eine entscheidende Rolle, denn ohne Freizeit können die Konsumgüter weder erworben noch verbraucht werden. Sie sehen, die Wahl des optimalen Zeitbudgets unter Beachtung der jeweils gültigen Lohnsätze ist ein kompliziertes, umfassendes Problem der Mikroökonomie und Theorie der Marktwirtschaft.
Grundsätzlich gehen wir von der vereinfachten Annahme aus, dass der Tag 24 Stunden umfasst und somit das Problem des Zeitbudgets näher eingrenzt. Diese 24 Stunden können in Arbeitszeit und in Freizeit differenziert werden, wobei Sie sich dann schon im Modell der Zeitallokation befinden.
Das Modell der Zeitallokation geht hauptsächlich von den Annahmen aus, dass sowohl die Regenerationszeit als auch die Hausarbeitszeit fix sind und daher ausschließlich Arbeitszeit und Freizeit als variabel gelten. Unter diesen Annahmen werden Sie sehen, dass die Gleichungen 24 = Arbeitszeit + Freizeit + fixe Zeit und Einkommen = Arbeitslohn * Arbeitszeit + arbeitsunabhängiges Einkommen gelten und Sie werden lernen diese zu optimieren und ein bestimmtes Zeitbudget zu bestimmen um der Fragestellung genüge zu leisten.
Staatliche Eingriffe und deren Konsequenzen
Bleiben wir bei der Theorie der Marktwirtschaft, kommen aber nun zu der Situation, dass sich der Staat in Angebot und Nachfrage “einmischt”.
Neben den Produktionsfunktionen, den Kostenfunktionen und der Preisbildung unter vollkommener Konkurrenz unter Berücksichtigung der verschiedenen Fristen, sprich sehr kurze, kurze und lange Frist haben Sie sich ebenso mit den Marktgleichgewichten und den Angebots- bzw. Nachfragekurven beschäftigt.
Grundsätzlich, sind nicht nur Angebot, Nachfrage und Marktgleichgewicht nach sukzessiver Veränderung von Faktoren von Interesse sondern auch die Veränderung von Märkten aufgrund von staatlichen Eingriffen.
Hauptsächlich sind staatliche Eingriffe, also Eingriffe in die Preise, genauer gesagt Höchst- und Mindestpreise, in der Mikroökonomie von sehr starkem Interesse. So kann ein Preisstopp, als Höchstpreis beispielsweise, den Gleichgewichtspreis fixieren. Selbstverständlich kann der Eingriff auch so dargestellt werden, dass der Staat einen Mindestpreis einführt, d.h. der Gleichgewichtspreis kann unter diesen Mindestpreis nicht fallen.
In der graphischen Analyse werden Sie sich hinlänglich mit dem Ausgangsmodell von Produzenten- und Konsumentenrenten beschäftigen. Eine Veränderung durch staatliche Intervention, sei es ein Mindestpreis oder ein Höchstpreis verschiebt die Produzenten- und Konsumentenrente innerhalb der Grafik, daraufhin können Sie allgemein gültige Schlüsse ziehen. Auch die Elastizität von Angebots- und Nachfragekurven wird innerhalb dieser Analyse einbezogen und deren Wirkung interpretiert.
Im weiteren Verlauf der graphischen Analyse lernen Sie noch die Begriffe Wohlfahrt, Wohlfahrtsverlust, Produktionsquoten und Preisstützungen kennen. Sie werden lernen diese voneinander abzugrenzen und eine umfassende Erläuterung ist ebenfalls noch Bestandteil dieses Kurses an der Fernuni Hagen.
Warum Unternehmen Gewinn und Kosten optimieren
Ein Unternehmen steht vor der praktisch bedeutsamen Aufgabe, im harten Wettbewerb weltweiter Anbieter und Nachfrager bestehen zu können. Die Konkurrenz schläft bekanntlich nicht und um mithalten zu können, benötigt es ausgefeilte Techniken der Optimierung des betrieblichen Erfolges, um diesen erreichen zu können. Man kann dies etwa durch eine Unternehmensberatung erreichen, die versucht, die unternehmerischen Abläufe so zu gestalten, dass diese kostenminimal sind bei einem gegebenen Umsatzniveau. Letzteres ist auch deshalb von hoher Bedeutung, da der Umsatz nicht außer Acht gelassen werden darf. Konzentriert sich ein Unternehmen ausschließlich auf den Kostenaspekt, so widerstrebt dies ganz eindeutig der Theorie der Marktwirtschaft, also der makroökonomischen Theorie. Zwar spielen auch die Konjunkturdaten eine wichtige Rolle wenn es um die Entwicklung eines Landes geht, aber im wesentlichen beruht es auf der ureigenen unternehmerischen Entscheidung, wie man denn möglichst effektiv seine Rendite steigern kann.
Zwei zentrale Ansätze diskutiert die Mikroökonomie hierzu. Einerseits ist des der Ansatz, dass ein Unternehmen allein kaum in der Lage ist, strategisch wichtige Entscheidungen zu treffen, sieht man einmal von Monopolbetrieben ab, die jedoch in der Praxis meist ohnehin in staatlicher Hand sind. Das bedeutet, dass es zwingend notwendig ist, dass eine Auseinandersetzung der Firmenleitung mit den Gegebenheiten der Märkte und der Mitkonkurrenten erfolgen muss. Ansich ist diese Annahme durchweg plausibel. Denn kann ein “normales Unternehmen” tatenlos zusehen, wenn ein Konkurrent die Preise senkt und damit neue Kundengruppen möglicherweise erschließt? Oder wie sollte sich ein Betrieb verhalten, wenn Mitbewerber plötzlich innovative Technologien anbieten und man selbst nicht in der Lage ist dort mitzuhalten? Wegschauen kann wohl nicht die richtige Maxime lauten.
Dennoch gibt es auch ökonomische Vertreter die der Ansicht sind, dass es durchweg Sinn macht, sich vor allem um innerbetriebliche Fakten und Tatbestände zu kümmern. Das mögen einerseits die Kosten sein, andererseits können es auch Betriebsabläufe, Innovationen, Personalführung und Mitarbeiterschulungen sein, die vermehrt angeboten werden können. Auch diese Sichtweise ist nachvollziehbar, widerspricht aber nicht dem Ansatz sich auch der Konkurrenz und des Wettbewerbs zuzuwenden. Mit anderen Worten: Es mag am besten sein, wenn man beide Ansichten ineinander vereint.
Preisbildungen in der Theorie der Marktwirtschaft
Neben der vollkommenen Konkurrenz untersucht die Theorie der Marktwirtschaft, die man an der Fernuni Hagen studieren kann auch die unvollkommene Konkurrenz und hier auch die Preisbildung.
Analog zu den Kostenfunktion, die ebenfalls in sehr kurze, kurze und lange Frist differenziert wurden, werden Preisbildungen in der gleichen Art und Weise differenziert, analysiert und interpretiert hinsichtlich ihrer Veränderungen.
Innerhalb der sehr kurzen Frist zur Preisbildung auf den vollkommenen Märkten für ein homogenes Gut sind prinzipiell die Fälle zu unterscheiden, ob das Gut lagerfähig oder nicht lagerfähig ist. Sollte das Gut nicht lagerfähig sein, kommt es zwingend zu keiner Angebotsvariation, denn alle Güter, die produziert werden müssen auch auf den Markt gelangen, es sei denn die Güter werden mutwillig zerstört. Vergegenwärtigen Sie sich, dass in der sehr kurzen Frist keinerlei Faktorvariation stattfinden kann und deshalb die Outputmenge gleich bleibt.
Bei der Preisbildung innerhalb der kurzen Frist ist, wie schon gesagt wurde, zumindest ein Faktor variabel, prinzipiell der Faktor Arbeit. Daraus resultierend kann die Angebotsmenge grundsätzlich variiert werden und dementsprechend auch das Angebot. Die Firma wird immer genau die Menge anbieten, die sie kostenminimal innerhalb der gesteckten Restriktionen produzieren kann. Ein Marktgleichgewicht kommt dann zustande, wenn das Marktangebot und die Marktnachfrage übereinstimmen und ein Gleichgewichtspreis gefunden wurde.
Die lange Frist zur Preisbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Faktoren, also Arbeit und Kapital, vollkommen flexibel sind und angepasst werden können. Durch die fixe Vorgabe von Güter- und Faktorpreisen müssen zwei Bedingungen erfüllt sein, damit die Gewinnmaximierung einsetzt. Die Angebotsmenge wird so groß gewählt, dass die langfristigen Grenzkosten gleich dem Preis sind und die Menge muss so groß sein, dass die Durchschnittskosten, langfristig gesehen, minimal sind.
Theorie der Marktwirtschaft und Monopole
Als weiterer wichtiger Bereich innerhalb der Theorie der Marktwirtschaft, auch Mikroökonomie genannt, wird neben den Haushalten, den Firmen und der Preisbildung unter vollkommener Konkurrenz, das Monopol angesehen. Monopole, im Unterschied zur Preisbildung unter vollkommener Konkurrenz, sind Unternehmen, die als einziger Anbieter mehreren Nachfragern auf dem Markt gegenüberstehen. Auch das wird im Modul an der Fernuni Hagen behandelt.
In der vorherigen Kurseinheit haben Sie die Preisbildung unter vollkommener Konkurrenz, oder Wettbewerbsmarkt bereits kennengelernt. Das Gegenteil von diesen Märkten ist der Monopolmarkt, hierbei tritt nur ein einziger Anbieter auf.
Selbstverständlich ergeben sich für die Nachfrager einige Unterschiede, Sie können beispielsweise nicht auf das Angebot einer anderen Firma wechseln sondern sind praktisch gezwungen das Produkt des Monopolanbieters zu erwerben. Grundsätzlich kann sich eine Monopolstellung durch eine Vielzahl von Faktoren einstellen, beispielsweise durch ein geschütztes Patent, durch die staatliche Monopolbildung oder durch eine Konzession.
Eine weitere Form von Monopolbildung ist das natürliche Monopol. Hierbei wirkt sich der Effekt aus, dass bei sinkenden Stückkosten, also steigenden Skalenerträgen, genau das Unternehmen kostengünstiger produzieren kann, welches das größte Unternehmen am Markt ist, mithin wird nur ein Unternehmen am Markt verweilen. Selbstverständlich kann ein natürliches Monopol durch die Veränderung der Nachfrage wieder aufgehoben werden. Auch die sogenannten „Versunkenen Kosten“ nehmen eine wichtige Rolle innerhalb der Monopolbildung ein. Man versteht darunter solche Kosten, die versunken, also komplett ausgefallen sind. Unternehmen die bereits am Markt tätig sind haben diese Kosten bereits „verloren“ und sind deshalb im Vorteil gegenüber Unternehmen, die auf dem Markt in Zukunft agieren wollen. Sprichwörtlich sind alteingesessene Unternehmen im Vorteil, da sie diese Kosten bereits aufgewandt haben und somit einen „Kostenvorteil“ gegenüber neuen Unternehmen, die auf den Markt drängen wollen, besitzen.
Kostenfunktionen in der Theorie der Firma
Die Theorie der Marktwirtschaft der Fernuni Hagen hat einen wichtigen Teilbereich mit der Kostentheorie. Diese beschäftigt sich mit dem Pendant zur Produktionstheorie.
Neben der Produktionsfunktion ist sowohl der Begriff als auch die Definition von Kosten unter Berücksichtigung auf kurzer oder langer Frist das zweite große Kapitel in der Mikroökonomie, genauer gesagt in der Theorie der Firma.
Kosten, ganz allgemein, beschreiben den Werteverzehr, der nötig ist um mit vorgegebenen Faktoren eine Outputmenge zu fertigen. Genauer gesagt, beschreiben Kostenfunktionen, ähnlich wie Produktionsfunktionen, den Zusammenhang von Kosten, die beim Produktionsprozess entstehen durch den Einsatz von verschiedenen Produktionsfaktoren, also Arbeit und Kapital. Ziel innerhalb dieser Kostenfunktionen ist es, die kostenminimale Funktion zu finden um eine gegebene Produktionsmenge herzustellen.
Sie werden im weiteren Verlauf sehen, dass nur die Kombinationen von Produktionsfaktoren berücksichtigt werden, die die kostenminimale Funktion beschreiben und ihr angehören. Sicherlich werden Ihnen die Begriffe der Kostenminimierung und der Gewinnmaximierung bekannt sein. Es dürfte darüber hinaus nicht verwunderlich sein, dass die Kostenminimierung von Produktionsprozessen mit der Gewinnmaximierung ein hergehen und dementsprechend in Wechselwirkung stehen.
Die Kostenfunktionen werden innerhalb von bestimmten Fristen unterschieden, nämlich der sehr kurzen, der kurzen und der langen Frist. Allgemein geht man davon aus, dass in der sehr kurzen Frist keine Faktoren verändert werden können, in der kurzen Frist kann wenigstens ein Faktor variiert werden und in der langen Frist sind alle Faktoren flexibel. Das dürfte auch plausibel sein, denn in sehr kurzer Frist, stellen Sie es sich bildlich dar, kann eine Firma ihre Faktoren (Arbeit oder Kapital) nicht verändern, da die Zeit hierfür entscheidend ist. Bei der kurzen Frist kann nur ein Faktor, meist der Faktor Arbeit, verändert werden auch das dürfte überaus plausibel sein. In der langen Frist sind alle Faktoren, nämlich Arbeit und Kapital, flexibel da sowohl die Arbeit variiert werden kann als auch das nötige Kapital angepasst wird.
Wie sich Theorie der Marktwirtschaft der Fernuni Hagen noch entwickeln wird, sehen wir in weiteren Bereichen.
Theorie der Marktwirtschaft und Kartelle und Oligopole
Im Verlauf der Kurseinheit zur unvollkommenen Konkurrenz haben Sie sich bereits mit dem Monopol, dem Zustandekommen von Gleichgewichtspreisen und dem natürlichen Monopol befasst. Ein weiteres Kapitel innerhalb der Monopole widmet sich dem Kartell, d.h. dem Zusammenschluss von mehreren Unternehmen zur Erreichung von bestimmten Zielen.
Die Ziele von Kartellen können vielfältig sein, im Grunde genommen dürften die Ziele jedoch wirtschaftlicher Natur sein, also Gewinnmaximierung oder Kostenminimierung. Kartellbildungen können Sie auch in der jetzigen Wirtschaft öfters beobachten, gerade wenn es um die Kostenminimierung bei gemeinsamen Entwicklungen geht oder etwa bei der Nutzung von gleichen Lieferanten zur Preissenkung.
Grundsätzlich wird, wie oben bereits erwähnt, zwischen den Kartellarten differenziert. Sogenannte Rationalisierungskartelle beschäftigen sich im Allgemeinen mit der Kostenminimierung, angebotsbeschränkende Kartelle mit der Steigerung von Erlösen, sie verhalten sich meist wie Monopolisten auf den Märkten.
Prinzipiell müssen Sie unterscheiden, dass Rationalisierungskartelle legal, angebotsbeschränkende Kartelle jedoch illegal sind. Darüber hinaus wird durch den Kartellvertrag die Verteilung von Gewinnen, meist durch den produzierenden Anteilen der Unternehmen innerhalb des Kartells, geregelt. Ohne rechtlichen Schutz sind Kartelle stark gefährdet und werden oft innerhalb kürzester Zeit wieder aufgelöst, da sich die Unternehmen, sofern sie ohne Kartell größere Gewinne erzielen, vertragswidrig verhalten. Sollten mehrere Unternehmen vertragsbrüchig werden, kommt es schließlich zum Zusammenbruch des Kartells, eine Möglichkeit dieses zu verhindern kann die Kartellstrafe sein. Hier wird das Modul Theorie der Marktwirtschaft an der Fernuni Hagen intensiv darauf eingegangen.
Weitere wichtige Aspekte im Kurs „Kartell“ sind die OPEC-Kartelle, die Diamantenkartelle und die illegalen Kartelle. Illegale Kartelle sind national sehr oft vertreten und reichen von gemeinsamen Preisabsprachen bei Ausschreibungen bis hin zu organisierter Kriminalität.
Monopolistische Konkurrenz in der Theorie der Marktwirtschaft
Sie haben bereits im Verlauf der Kurseinheit 5 der Fernuni Hagen die Bildung von verschiedenen Monopolen kennengelernt. Darüber hinaus haben Sie gesehen wie natürliche Monopole entstehen können und haben gelernt was Kartelle sind.
Ein weiterer wichtiger Aspekt innerhalb dieser Kurseinheit zu Theorie der Marktwirtschaft stellt die monopolistische Konkurrenz dar. Die „Monopolitische Konkurrenz“ ist die Verhaltensweise von Unternehmen auf Märkten, ohne wirklich Monopolist zu sein, sich jedoch de facto wie ein Monopolist zu verhalten. In Wirklichkeit ist jedes Unternehmen auf den Märkten innerhalb einer gewissen Range ein Monopolist und kann auch als solcher agieren. Gemeinsamkeiten mit dem wahren Monopolisten sind beispielsweise in der fallenden Nachfragekurve der Anbieter zu sehen.
Die Monopolistische Konkurrenz verfügt über einen kleinen, gewissen Spielraum bei der Preisfestsetzung, dies wird dadurch gefördert, dass es keine perfekten Substitute in Bezug auf Produkte gibt, d.h. gleiche Produkte unterscheiden sich demnach in mindestens einem Merkmal oder einer Dimension, sei es der Erfüllungsort oder die optische Wahrnehmung des Produkts.
Drei Merkmale sind für die monopolistische Konkurrenz charakteristisch, nämlich der Gleichgewichtspunkt liegt auf der Nachfragekurve, für den Anbieter ist dieser Punkt gewinnmaximal und der Gewinn des Anbieters ist null. Im Unterschied zum wirklichen Monopol, sind bei der monopolistischen Konkurrenz alle drei Merkmale zwingend notwendig. Der Monopolist bietet demnach die Menge an, bei der seine Grenzkosten gleich den Grenzerlösen entsprechen und erzielt dadurch meistens einen positiven Gewinn und das unterscheidet ihn grundsätzlich von der „Monopolistischen Konkurrenz“, die stets einen Nullgewinn verzeichnet.
Produktionsfunktionen in der Theorie der Marktwirtschaft
In der Kurseinheit Theorie der Firma zum Modul Theorie der Marktwirtschaft an der Fernuni Hagen werden Sie sich hinlänglich mit den verschiedenen Produktionsfunktionen innerhalb des Produktionsprozesses beschäftigen und werden lernen Sie unabhängig voneinander zu differenzieren um ggf. Interpretationen und Schlüsse daraus zu ziehen.
Beginnend mit der Frage was eine Produktionsfunktion ist und was sie angibt werden Sie sicherlich bald feststellen, dass die Funktion den mathematischen Zusammenhang darstellt zwischen der Outputmenge, also der Menge des hergestellten Produkts und der Menge der eingesetzten Faktoren.
Eine Produktionsfunktion muss in der Mikroökonomie zwingend so gestaltet sein, dass sie unabhängig von Branchen oder Unternehmen eingesetzt werden kann, ganz gleich ob es sich um eine Bank oder um eine Stahlfabrik handelt. Drei verschiedene Faktoren sind darüber hinaus essentiell um eine Produktionsfunktion näher zu beschreiben, nämlich Kapital, Arbeit und Vorleistungen wobei die Vorleistungen oftmals keinerlei Verwendung finden. Wir werden uns im weiteren Verlauf der Kurseinheit auf die Faktoren Arbeit und Kapital konzentrieren.
Sie werden sich mit den verschiedenen Arten von Produktionsfunktionen beschäftigen, dazu zählen beispielsweise die ertragsgesetzliche Produktionsfunktion, die neoklassische Produktionsfunktion oder die Cobb-Douglas-Produktionsfunktion. Eine Abgrenzung der einzelnen Produktionsfunktionen, eine Beschreibung hinsichtlich der Erträge, Grenzerträge oder der Durchschnittsproduktivität ist obligatorisch.
Darüber hinaus sollen die Eigenschaften wie beispielsweise Skalenerträge, Homogenität oder die Elastizität der Produktionsfunktionen untersucht werden. In der Mikroökonomie stellen die Produktionsfunktionen mitunter die wichtigsten Funktionen dar um die Prozesse zu analysieren. Die Faktorvariation und die daraus resultierenden Veränderungen im Outputbereich stellen ein geeignetes Instrument dar um die Veränderungen zu dokumentieren und die Funktionen zu untersuchen. Der kostenminimale Einsatz von Produktionsfaktoren zur Gewinnung eines bestimmten Outputs soll schließlich das Ziel sein.